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Propecia
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Krankhafter Haarausfall bei Männern (Alopecia Androgenetica), besonders am Scheitel und an der "Tonsurstelle"

Ergebnisse klinischer Studien:

In einer Studie wurde 1800 Männeren zwischen 18 und 41 Jahren mit beginnendem oder bereits fortgeschrittenen Haarausfall über 12 Monate hinweg Propecia bzw. Plazebo gegeben. Alle Studienteilnehmer wurden mit dem gleichen milden Shampoo behandelt (Neutrogena T-Gel). Ca. 1200 dieser Teilnehmer, die besonders an der Tonsurstelle unter Haarausfall litten, wurden nach gleichem Schema weitere 12 Monate behandelt. Im allgemeinen wurde bei den Patienten, die Propecia erhielten, eine Erhaltung oder Vermehrung der sichtbaren Kopfhaare erzielt. Auch die Qualität der Haare verbesserte sich innerhalb der ersten 12 Monate. In der Plazebo-Gruppe schritt der Haarausfall unbeeinflußt weiter fort.
In einer weiteren Studie wurden Patienten zum Thema Körperbehaarung befragt. Propecia schien nur auf die Kopfhaut einzuwirken.

Dosierung:

Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene täglich 1 Tablette unabhängig von den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit ein. Falls die Einnahme vergessen wird, solte sie nicht nachgeholt werden. Es sollten niemals mehr als 1 Tablette pro Tag eingenommen werden.

Gegenanzeigen:

Propecia sollte nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen den Inhaltsstoff Finasterid. Außerdem darf Propecia nicht von Frauen oder Kindern angewendet werden.
Warnhinweis: Schwangere Frauen dürfen Propecia keinesfalls einnehmen und sollten auch nicht in Kontakt mit zerbrochenen Tabletten geraten: der Wirkstoff könnte über die Haut resorbiert werden und Schäden beim Ungeborenen auslösen (in diesem Fall unbedingt einen Arzt aufsuchen!)

Nebenwirkungen:

Selten können gewisse sexuelle Störungen auftreten, z.B. Abnahme der Libido, Erektionsstörungen, verminderte Samenzahl im Ejakulat. Diese Art der Nebenwirkung trat bei weniger als 2% der Patienten auf und verschwand sofort nach Absetzen des Präparates wieder, bzw. auch bei den meisten Betroffenen, die das Präparat weiter einnahmen.
Propecia kann einen Sceening-Test (PSA) auf Prostatakrebs beeinflussen. Patienten, die sich diesem Test unterziehen müssen, sollten ihren Arzt von der Einnahme von Propecia unterrichten.
Bei Überdosierung können Nebenwirkungen auftreten, wie sie vom Präparat Proscar bekannt sind. Dieses Präparat enthält den gleichen Wirkstoff, fünffach so hoch dosiert und wird gegen gutartige Prostatavergrößerung eingesetzt. Nebenwirkungen von Proscar: gelegentlich Hautausschlag und Schwellung der Lippen, relativ häufig Gynäkomastie, Spannungsschmerz in der Brust, Sekretin aus der Brüstdrüse.

Hinweise:

Im allgemeinen wird der Haarausfall gestoppt und neue Haare wachsen nach. Die Ergebenisse sind unterschiedlich, jedoch wird normalerweise nicht der Zustand vor dem Haarausfall erreicht. Propecia hat in Studien bei sog. Geheimratsecken weniger gute Ergebnisse erzielt.
Gesundes Haar wächst ca. 1,25 cm pro Monat, deshalb kann man nicht unmittelbar Ergebnisse sehen. Man sollte Propecia mindesten 3 Monate und für einen Langzeiteffekt auch länger einnehmen. Falls nach 12-monatiger Anwendung keine Besserung erzielt wurde, ist eine spätere Wirkung unwahrscheinlich.

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